Warum du mehr selber machen kannst, als du vielleicht denkst. Auch wenn du ganz ohne fachmännische Unterstützung nicht weit kommst.
Tapezieren, Wände streichen, Laminat und auch Fliesen verlegen – wer sich handwerklich halbwegs geschickt anstellt, macht solche Dinge bei Hausbau, Anbau, Sanierung oder Renovierung gerne und erfolgreich selbst. Aber die Hauselektrik? Kann man die tatsächlich selber machen? Und ist das überhaupt erlaubt?
Ja und nein.
Elektroinstallationen sind ein sogenanntes “gefahrengeneigtes Gewerk”. Kein Wunder, denn überall dort, wo Strom im Spiel ist, besteht Gefahr – für Kabelbrände, Kurzschlüsse oder Stromschläge. Deshalb ist in der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) geregelt, dass alles, was hinter dem Hausanschluss – also dem Übergabepunkt zwischen dem Netz des Netzbetreibers und dem hausinternen Stromnetz – passiert, nur von eingetragenen Installationsunternehmen durchgeführt werden darf.
Ok. Also doch lieber einen Elektriker beauftragen?
Ja. Unbedingt. Ohne Elektrofachkraft geht gar nichts. Das heißt aber nicht, dass sämtliche Arbeiten, die mit der Hauselektrik zu tun haben, auch von einer Fachkraft durchgeführt werden müssen. Denn nicht jeder Handgriff in der Elektroinstallation hat direkt mit stromführenden Leitungen zu tun.
Also ganz konkret: Was darfst du selber machen und was überlässt du besser dem Elektromeister?
Selber Hand anlegen kannst du bei den folgenden Arbeitsschritten:
Wand-/Deckenarbeiten:
- Löcher für Unterputzdosen bohren
- Kabelschlitze fräsen & stemmen
Steckdosen und Lichtschalter:
- Unterputzdosen/Hohlwanddosen setzen
Kabel:
- Leerrohre verlegen
- Stromkabel und Datenkabel in Leerrohre einziehen
Putzvorbereitung vor dem Verputzen der Wände:
- Kabel mit Kabelklemmen versehen und in die Dosen stecken
- Putzdeckel aufsetzen
Auch den Zählerschrank und weitere Unterverteiler darfst du selber an oder in die Wand bringen – solange du alle Anschlüsse darin der Fachkraft überlässt.
Wenn du alle Vorarbeiten erledigt hast, ist eine Zwischenprüfung durch die Elektrofachkraft sinnvoll. Die kann dann entscheiden, ob du auch beim Anschließen und Montieren der Steckdosen und Schalter noch unterstützen kannst.
Die folgenden Aufgaben überlässt du auf jeden Fall der Elektrofachkraft:
- Planung der Elektroinstallation
- Materialauswahl
- Anschließen von Zählerschrank und Unterverteilern
- Inbetriebnahme und Abnahme der Anlage
Du siehst, es bleibt durchaus einiges für dich zu tun – je nach Projekt kannst du mit deiner Eigenleistung zwischen 50 % und 60 % des Aufwandes übernehmen und damit entsprechend viele Kosten sparen.
Aber was, wenn dein Elektriker nur alles oder gar nichts machen möchte?
Dann kommst du zu uns!
Wir finden, dass jeder im Rahmen des Erlaubten und Sinnvollen so viel selber machen sollte, wie es ihm möglich ist – und wie er (oder sie) Lust hat. Deshalb haben wir uns darauf spezialisiert, Menschen zu befähigen, ihre Elektroinstallation selbst in die Hand zu nehmen.
Wir planen deine Hauselektrik mit dir gemeinsam, wir liefern dir alle Materialien, leihen dir die Werkzeuge, die du brauchst, und unsere Partner-Elektriker übernehmen all das bei dir vor Ort, wofür eine Fachkraft gebraucht wird – inklusive der finalen Abnahme und Inbetriebnahme.
Du möchtest wissen, wie das in der Praxis aussieht?
Dann schau doch mal in dieses Video von Bauliebe Julia rein, darin zeigt sie, wie sie ihre Elektroinstallation mit Unterstützung von AmpereHouse angegangen ist.
